Lehre (Sommersemester 2015)

Übersicht
Proseminar Sprache und soziale Ungleichheit (Donnerstag 14.45–16.15 Uhr)
Kommentar
Proseminar Soziologische Theorien für LinguistInnen – Sozial- und kulturwissenschaftliche Theorien (Mittwoch 12.15–13.45 Uhr)
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Privatissimum Privatissimum 2 aus Diskursanalyse und Soziolinguistik II [gemeinsam mit Rudolf de Cillia, Helmut Gruber, Florian Menz] (Freitag 13.00–18.00 Uhr, blockweise)
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Proseminar Sprache und soziale Ungleichheit (Donnerstag 14.45–16.15 Uhr)

Weil Sprache wesentlich ein Mittel zur Herstellung von sozialer Identität im Sinne von Gruppenzugehörigkeit ist, schafft und zementiert sie auch soziale Ungleichheit. Solche Prozesse der sozialen Ausgrenzung/Alterisierung durch Sprache waren von Beginn an ein zentrales, aber sehr umstrittenes Thema der Soziolinguistik. In diesem Proseminar befassen wir uns mit soziolinguistischen Theorien der Beschreibung sprachlicher Diversifizierung und Exklusion und mit soziolinguistischen Vorschlägen, sprachbedingte soziale Ungleichheiten abzubauen. Thematisiert werden dabei klassische Theorien wie die sog. Defizithypothese« von Basil Bernstein, die Theorie des »sozialen Kapitals« von Pierre Bourdieu und Theorien sozialer Positionierung (Identität und Alterität) sowie auch moderne soziolinguistische Konzepte der sprachlichen Gesellschaftszugänglichkeit (Voice), sozialsymbolischer Territorien (Register, indexikalische Ordnungen, Sprachregime) und der sozialer Stratifizierung (Macht, Ideologien). Die theoretischen Zugänge werden im Verlauf des Proseminars anhand verschiedener Beispiele der sprachlichen Exklusion (etwa mit Bezug auf Gender, Ethnie, sozialer Status, Sprachigkeit und politische Einstellung) konkret in den Blick genommen.

Literatur zur Einführung: Susan U. Philipps (2004): Language and Social Inequality. In: Alessandro Duranti (Hg.): A Companion to Linguistic Anthropology. Malden: Blackwell, S. 474– 495; Blommaert, Jan (2008): Bernstein and poetics revisited: voice, globalization and education. In: Discourse & Society 19/4, S. 425–451.
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Proseminar Soziologische Theorien für LinguistInnen – Sozial- und kulturwissenschaftliche Theorien (Mittwoch 12.15–13.45 Uhr)

In der angewandten Sprachwissenschaft stehen Fragen im Mittelpunkt, die Manifestationen von Sprache als Handlungen in sozialen Kontexten zum Inhalt haben. Das erfordert eine Beschäftigung mit sozial- und kulturwissenschaftlichen Ansätzen und Theorien, die ihrerseits von unterschiedlichen grundlegenden Annahmen ausgehen, was die Beschaffenheit von Gesellschaft und die wissenschaftliche Beschäftigung mit ihr betrifft. Daraus sind eine Reihe von soziologischen Paradigmen bzw. Zugängen hervorgegangen, die jeweils ihre eignen Entwicklungsgeschichten, Terminologien und method(olog)ischen Implikationen haben. In der Lehrveranstaltung soll ein Einblick in unterschiedliche, im Hinblick auf sprachwissenschaftliche Fragestellungen relevante Zugänge vermittelt werden, bspw. interpretative, phänomenologische und konstruktivistische Theorien, Systemtheorie, kritische Gesellschaftstheorien, feministische Theorien, poststrukturalistische Ansätze und Theorien der Cultural Studies.

Einführende Literatur: Abels, Heinz (2009): Einführung in die Soziologie. Bd. 1: Der Blick auf die Gesellschaft. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Coupland, Nikolas/Sarangi, Sirikant/Candlin, Christopher (Hgg.) Sociolinguistics and Social Theory. Harlow: Longman. 2001. Kneer, Georg/Schroer, Markus (Hgg.) Handbuch soziologische Theorien. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften. 2009. Moebius, Stefan/Reckwitz, Andreas (Hgg.) (2009): Poststrukturalistische Sozialwissenschaften. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
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Privatissimum Privatissimum 2 aus Diskursanalyse und Soziolinguistik II [gemeinsam mit Rudolf de Cillia, Helmut Gruber, Florian Menz] (Freitag 13.00–18.00 Uhr, blockweise)

Der Schwerpunkt dieser Lehrveranstaltung, die für Masterstudierende und DissertantInnen verpflichtend ist, liegt in der Problemorientiertheit. Es sollen Konzepte von Masterarbeiten und Dissertationen, deren Realisierung und dabei anfallende Probleme besprochen und Lösungen erarbeitet werden.
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