Lehre (Frühjahrssemester 2011)

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Seminar/Proseminar Sozialsemiotik (Donnerstag 10.15–12.00 Uhr)
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Seminar/Proseminar Sozialsemiotik (Donnerstag 10.15–12.00 Uhr)

Die Sozialsemiotik (social semiotics) ist ein in England und Australien entstandenes semiotisches Forschungsprogramm, welches die Verwendung von Zeichen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Konstellationen untersucht. Sie geht in Abgrenzung zur traditionellen Semiotik davon aus, dass Zeichen keine festen Bedeutungen, sondern nur Bedeutungspotenziale haben, auf deren Grundlage in aktuellen Kommunikationssituationen jeweils konkrete Bedeutungen ausgehandelt werden. Bekannt geworden ist die aus der systemisch-funktionalen Grammatik und der kritischen Diskursanalyse hervorgegangene Disziplin vor allem durch das Konzept der Multimodalität, das das Zusammenwirken verschiedener (verbaler, visueller, haptischer) Zeichenformen betont und beschreiben will. Entsprechend befassen sich die Arbeiten der Sozialsemiotik mit vielfältigen Zeichenformen (Schrift, Bilder, Stimme, Geräusche, Gestik, Mimik) und Kommunikationsformen (Texte, Filme, Radiosendungen, Schilder und Plakate, usw.).

Das Seminar gibt einen Einblick in die reichhaltige sozialsemiotische Forschung. Wir erarbeiten, ausgehend von der systemisch-funktionalen Grammatik und der kritischen Diskursanalyse, die sozialsemiotische Theorie und Methodik und lernen unterschiedliche Untersuchungsfelder der Sozialsemiotik (von der Grammatik des visuellen Designs über multimodale Radioanalysen bis hin zu den Linguistic Landscapes moderner Städte) kennen.

Die Literatur ist überwiegend (aber nicht nur) englischsprachig. Als Einführung sei empfohlen: Theo van Leeuwen (2005): Introducing Social Semiotics. London/New York: Routledge.
Ausgewählte Seminararbeiten
Stefan Buttliger Das Konzept des transparent signifier in Hodges und Kress' Social Semiotics: eine kritische Neulektüre.
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